Parodontitis Vorsorge und Behandlung bei Zahnak in München Schwabing

Wie entsteht Parodontitis und wer ist besonders gefährdet?

Wie entsteht Parodontitis und wer ist besonders gefährdet?

Parodontitis ist eine chronisch-bakterielle Entzündung des Zahnbetts, also des gesamten Halteapparats inklusive des Kieferknochens. Im Gegensatz zur einfachen Zahnfleischentzündung (Gingivitis) betrifft Parodontitis die tieferen Schichten und ist, im Gegensatz zur Gingivitis, nicht reversibel. Sie ist bei Erwachsenen der Hauptgrund für Zahnverlust tritt aber auch bei jungen Erwachsenen oft unbemerkt auf

 


 

Wie entsteht Parodontitis? Der Verlauf vom Zahnbelag zum Knochenabbau

Parodontitis entsteht nicht über Nacht. Es ist ein schleichender Prozess, der fast immer mit einer unbehandelten Zahnfleischentzündung beginnt.

 

  • Der bakterielle Biofilm (Plaque): Wenn weiche Zahnbeläge in den Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischrand nicht vollständig entfernt werden, organisieren sich die darin enthaltenen Bakterien zu einem dichten Film.

 

  • Die Entstehung von Zahnfleischtaschen: Das Zahnfleisch entzündet sich, schwillt an und löst sich minimal vom Zahn. Es entstehen sogenannte Zahnfleischtaschen. In diese tiefen Nischen gelangt kein Sauerstoff mehr – die perfekte Lebensbedingung für besonders aggressive, anaerobe Bakterien.

 

  • Die Zerstörung durch das eigene Immunsystem: Um die Bakterien in den Taschen zu bekämpfen, startet der Körper eine dauerhafte Entzündungsreaktion. Das Tückische dabei: Die körpereigenen Enzyme bekämpfen zwar die Bakterien, bauen dabei aber gleichzeitig das umliegende Bindegewebe und den Kieferknochen ab.

 

  • Zahnlockerung: Wird der Prozess nicht gestoppt, verliert die Zahnwurzel ihr Fundament im Knochen. Die Zähnen beginnen zu wandern, werden locker und fallen schließlich aus.

 


 

Wer ist besonders gefährdet? Die Risikogruppen

Die Entstehung einer Parodontitis hängt stark von der individuellen Abwehrkraft und bestimmten Lebensumständen ab. Folgende Gruppen tragen ein deutlich höheres Risiko:

 

  • Raucher: Nikotinkonsum ist der Risikofaktor Nummer eins. Raucher haben ein bis zu sechsfach höheres Parodontitis-Risiko. Da Nikotin die Blutgefäße verengt, bleibt das typische Warnsignal, das Zahnfleischbluten, oft aus. Die Erkrankung wird deshalb meist erst in einem sehr späten Stadium entdeckt.

 

  • Diabetiker: Diabetes und Parodontitis beeinflussen sich gegenseitig. Ein dauerhaft hoher Blutzuckerspiegel schwächt die Abwehrkräfte des Zahnfleischs. Gleichzeitig verschlechtern die Entzündungsstoffe einer Parodontitis die Insulinwirkung im Körper, was den Blutzucker weiter in die Höhe treibt.

 

  • Menschen mit genetischer Veranlagung: Manche Patienten haben trotz vorbildlicher Mundhygiene ein erhöhtes Risiko. Grund dafür ist eine vererbte Neigung des Immunsystems, die äußerst sensibel auf schon geringe bakterielle Beläge mit einer überschießenden Entzündungsantwort reagiert.

 

  • Schwangere: Die hormonelle Umstellung sorgt für eine stärkere Durchblutung und Lockerung des Gewebes. Bakterien können dadurch leichter eindringen und Entzündungen auslösen.

 

  • Menschen unter Dauerstress: Chronischer Stress führt zur Ausschüttung von Cortisol. Dieses Hormon dämpft das Immunsystem, wodurch der Körper Infektionen im Mundraum weniger effektiv abwehren kann.

 


 

Der Praxis-Fakt: Parodontitis betrifft den ganzen Körper

Die Entzündung im Mund bleibt selten lokal. Über die tiefen Zahnfleischtaschen haben die aggressiven Bakterien direkten Zugang zur Blutbahn. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass eine unbehandelte Parodontitis das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und Komplikationen in der Schwangerschaft nachweislich erhöht.

 


 

Was wir bei Zahnak tun können

Das zerstörte Knochengewebe lässt sich meist nicht vollsändig wiederaufbauen, aber wir können den Prozess stoppen. Jede erfolgreiche Behandlung basiert darauf, den bakteriellen Biofilm auch in den tiefsten Taschen gründlich zu entfernen.

 

Ob bei Ihnen bereits ein Risiko besteht, messen wir schnell und schmerzfrei über den sogenannten Parodontalen Screening-Index (PSI) bei Ihrer normalen Kontrolle.

 

Haben Sie den Verdacht auf tiefsitzende Entzündungen, leiden unter anhaltendem Mundgeruch oder rauchen Sie? Lassen Sie uns gemeinsam beurteilen. In unserer Praxis in München Schwabing reinigen wir betroffene Stellen professionell und erstellen einen engmaschigen Nachsorgeplan, um Ihren Zahnhalteapparat dauerhaft stabil zu halten.

Parodontitis Vorsorge und Behandlung bei Zahnak in München Schwabing

FAQ zur Parodontitis Diagnose und Risikogruppen